50 Jahre Ärzteversorgung Westfalen-Lippe - eine Erfolgsgeschichte
„Fünf Jahrzehnte einer Erfolgsgeschichte liegen hinter uns und wir, da spreche ich sicherlich im Namen aller Mitglieder und Rentenbezieher, sind glücklich, dass wir dieses gut funktionierende und auf stabilen Beinen stehende Versorgungswerk haben.“ Mit diesen Worten leitete der Vorsitzende des Verwaltungsausschusses der ÄVWL, Dr. med. Günter Kloos, seine Begrüßungsrede zum 50-jährigen Jubiläum der Ärzteversorgung Westfalen-Lippe im Hause der Westdeutschen Lotterie in Münster ein. Er dankte den „Gründungsvätern“ des Versorgungswerkes, die im Jahr 1960 teilweise gegen den Widerstand von eigenen Kollegen das Versorgungswerk ins Leben gerufen hatten. Diese Kollegen wie auch andere Kolleginnen und Kollegen, die dem Aufbau des Versorgungswerkes zunächst kritisch gegenübergestanden hätten, seien schnell vom Erfolg des Versorgungswerkes überzeugt worden. Dr. Kloos dankte allen Kolleginnen und Kollegen sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die sich in den vergangenen 50 Jahren für das Versorgungswerk eingesetzt und mitgearbeitet haben. Er schloss in seinen Dank ausdrücklich auch die Aufsichtsbehörde des Landes Nordrhein-Westfalen ein, die in den fünf Jahrzehnten nicht nur über die ÄVWL gewacht, sondern ihr auch den notwendigen Spielraum gegeben habe, damit diese auf stabilem Fundament ihrer Tätigkeit nachgehen konnte. Er verlieh der Erwartung Ausdruck, dass die ÄVWL, wie die anderen berufsständischen Versorgungswerke, auch weiterhin ohne größere Einflussnahme des Staates und der Gesellschaft ihre Arbeit zum Wohl ihrer Mitglieder ausüben dürfe. Daniel Bahr, Mitglied des Bundestages und Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Gesundheit überbrachte ebenso Grußworte wie der Präsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe, Dr. Theodor Windhorst, der Vorsitzende des Verwaltungsausschusses der Ärzteversorgung Land Brandenburg, Dr. Manfred Kalz sowie Michael Jung von der Arbeitsgemeinschaft Berufsständischer Versorgungseinrichtungen und Prof. Dr. Frieder Hessenauer als Vorsitzender der Ständigen Konferenz „Ärztliche Versorgungswerke“ der Bundesärztekammer. Dr. Kalz unterstrich besonders die seit dem Jahr 1992 andauernde erfolgreiche Kooperation zwischen beiden Versorgungswerken und dankte der ÄVWL für ihr Engagement.
Ein Höhepunkt der Festveranstaltung war sicherlich die am Nachmittag stattfindende Podiumsdiskussion im Hause der LVM-Versicherungen zum Thema: „Haben wir Angst vor Veränderungen? - Krisen, Herausforderungen, Glück“, an der ca. 180 geladene Gäste, darunter Vertreter der Stadt Münster, der bundesweiten Ärztekammern, der Arbeitsgemeinschaft Berufsständischer Versorgungseinrichtungen sowie Vertreter von Geschäftspartnern und anderen Versorgungseinrichtungen teilnahmen.
Das Bild zeigt von links: Reinhold Messner, Richard David Precht, Martina Eßer
In der Diskussionsrunde stellten sich Richard David Precht, Publizist und Autor von philosophischen Themen und Reinhold Messner, bekannt als Extrembergsteiger, Buch- und Filmautor den Fragen der Moderatorin Martina Eßer vom WDR und der Gäste.
Die Expertenrunde war sich darin einig, dass das heutige Sozialrecht aufgrund einer sich stetig verlängernden Lebenserwartung, einer alternden Gesellschaft und sich ständig verändernder Gesellschaftsverhältnisse zukünftig nicht mehr finanzierbar sei. „Wir befinden uns in Strukturen, die sozusagen nach Veränderungen „schreien“', äußerte sich Dr. Andreas Kretschmer, der Hauptgeschäftsführer der ÄVWL. Ein zu langes Festhalten an den heutigen überholten Strukturen werde die Misere nur noch größer werden lassen und stärkere Korrekturen erfordern. So werde es beispielsweise eine Aufgabe sein, den Eintritt in den Ruhestand flexibler zu gestalten, als dies momentan möglich ist. Warum sollten Menschen, die Freude an ihrem Beruf haben, nicht auch die Möglichkeit ergreifen können, über die Regelaltersgrenze hinaus arbeiten zu können? Wir stehen in den nächsten Jahrzehnten vor großen Herausforderungen, so der Tenor der Diskussionsteilnehmer, die aber mit Innovation und Flexibilität zu meistern seien. Dies verlange Veränderungen, die aber auch eine Chance darstellen würden und vor der wir keine Angst zu haben brauchen.
Auf dem Bild sind zu sehen von links: Prof. Dr. Frieder Hessenauer, Vorsitzender der Ständigen Konferenz ärztlicher Versorgungswerke, Dr. Andreas Kretschmer, Hauptgeschäftsführer der ÄVWL und seine Frau, Dr. med. Manfred Kalz, Vorsitzender des Verwaltungsausschusses der Ärzteversorgung Land Brandenburg, Dr. med. Günter Kloos, Vorsitzender des Verwaltungsausschusses der ÄVWL, Dr. med. Theodor Windhorst, Präsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe
DIE ÄRZTEVERSORGUNG WESTFALEN-LIPPE, DER GROßE GEWINNER DES IPE-REAL ESTATE AWARDS 2009
Der stetige Weg der Immobilienanlage findet erneut hohe Anerkennung im europäischen Vergleich und wurde mit Awards in drei Kategorien (Platin, Gold und Silber) ausgezeichnet