Aktuelles
Weiterhin konservative Anlagestrategie bei der ÄVWL
Das Thema Griechenland beherrscht seit Wochen die Medien und hatte bereits weitreichende Folgen bei den Wahlen in NRW und auch bei der Neudefinition der Aufgaben der Europäischen Zentralbank. Vor dem Hintergrund dieser wirtschaftlichen und politischen Geschehnisse im Hinblick auf die Stabilität der Euro-Zone und den daraus resultierenden Auswirkungen auf den Kapitalmarkt bewährt sich die konservative und auf eine breite Diversifikation ausgerichtete Anlagestrategie der ÄVWL. So sind innerhalb unserer Wertpapier-Spezialfonds griechische Staatsanleihen mit überwiegend kurzen bzw. mittelfristigen Restlaufzeiten i.H.v. 91,3 Mio. € vertreten (Stand: 03.05.2010). Bezogen auf unseren Gesamtanlagebestand entspricht dies lediglich einem Anteil von rund 1 %. Die Bedienung von Zins- und Tilgungsforderungen erachten wir, auch vor dem Hintergrund der verabschiedeten Hilfspakete, für nicht gefährdet. Inhaltlich deckt sich unsere Einschätzung auch mit einer Stellungnahme des NRW Finanzministeriums vom 05.05.2010. Das Ministerium war befragt worden, nachdem bekannt wurde, dass die nordrhein-westfälische Landesregierung auf Empfehlung der Bundesbank griechische Anleihen in wesentlich größerem Umfang (über 10 %) für ihren Beamtenpensionsfonds erworben hatte. Auch europäische Banken sind im großen Maße in Griechenland engagiert: sie haben mit rund 188,6 Milliarden Dollar (Stand Ende Dezember 2009) den größten Anteil – nämlich rund 80 % – der gesamten Schulden von 236 Milliarden Dollar, die Griechenland im Ausland unterhält (nach jüngsten Zahlen der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich).
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