Versorgungsabgaben angestellte Mitglieder

Die Versorgungsabgabe für angestellte Mitglieder (§ 23)

Für Mitglieder, die von der gesetzlichen Rentenversicherung befreit sind
Sofern angestellte Ärztinnen und Ärzte sich gemäß § 6 Abs. 1 Nr. 1 SGB VI von der Versicherungspflicht in der gesetzlichen oder der knappschaftlichen Rentenversicherung zugunsten der Ärzteversorgung befreien lassen, zahlen sie den Beitrag an die Ärzteversorgung, den sie bei Nichtbefreiung an die Deutsche Rentenversicherung zu entrichten hätten. Angestellte der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft, Bahn, See zahlen in solchen Fällen ebenfalls Beiträge wie Versicherte der Deutschen Rentenversicherung Bund.

Wenn die monatlichen Bruttobezüge den Betrag von 7.100,00 € erreichen oder überschreiten, beträgt die Versorgungsabgabe für Angestellte ab dem 01.01.2021 
1.320,60 €/Monat. Erreicht das Bruttogehalt nicht die Beitragsbemessungsgrenze von 7.100,00 €, beträgt die Versorgungsabgabe ab dem 01.01.2021 18,6 % des Bruttogehaltes.

 

Zuschuss des Arbeitgebers zum Rentenversicherungsbeitrag
Der Arbeitgeber ist gemäß § 172 a SGB VI verpflichtet, dem Mitglied der Ärzteversorgung einen Zuschuss in Höhe von 50 % des Beitrages zu zahlen, den die Ärztin bzw. der Arzt an die gesetzliche Rentenversicherung zu zahlen hätte.

 

Mitglieder, die nicht von der gesetzlichen Rentenversicherung befreit sind
Ärztinnen und Ärzte, die angestellt tätig sind und sich nicht von der gesetzlichen Rentenversicherung zugunsten der Ärzteversorgung Westfalen-Lippe befreien lassen, zahlen neben ihren Beiträgen zur gesetzlichen Rentenversicherung Versorgungsabgaben in Höhe von 14 % ihrer Einkünfte aus ärztlicher Tätigkeit an die Ärzteversorgung Westfalen-Lippe. Aus diesen Beitragszahlungen entstehen satzungsgemäße Rentenansprüche.

 

Geringfügig Beschäftigte
Mitglieder, die ab dem 01.01.2021 eine geringfügige Beschäftigung mit einem Entgelt bis zur Geringfügigkeitsgrenze in Höhe von 450 € monatlich aufnehmen, sind grundsätzlich versicherungspflichtig in der gesetzlichen Rentenversicherung.

 

Freiwillige Aufstockung der Versorgungsabgaben
Auch angestellte Mitglieder sind berechtigt, über ihren Pflichtbeitrag hinaus freiwillige Versorgungsabgaben zu leisten. Die Versorgungsabgaben können im Jahr 2021 bis zur höchstmöglichen Abgabe von 1.625,00 €/Monat aufgestockt werden, um so einen höheren Anspruch auf Alters-, Berufsunfähigkeits- und Hinterbliebenenrente zu erwerben.

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